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Erneuerbare Energien

Im Zuge der Transformation hin zu einer treibhausgasneutralen Kommune spielen erneuerbare Energien eine entscheidende Rolle für die Strom- und Wärmewende. 

Es gibt verschiedene Arten regenerativer Energien:

•    Solarenergie
•    Geothermie
•    Wasserkraft
•    Windenergie
•    Bioenergie

Generell bieten erneuerbare Energien viele Vorteile

Sie sind unerschöpflich, reduzieren die Importabhängigkeit fossiler Brennstoffe und weisen geringe Gestehungskosten auf. Das Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme ISE vergleicht in einer Studie für das Jahr 2021 die Stromgestehungskosten neu zu bauender Anlagen. Die spezifischen Anlagenkosten sind mit einem minimalen und einem maximalen Wert je Technologie berücksichtigt.


Schon heute lassen sich durch Sonne, Wind und Biomasse die günstigsten Strompreise erzielen. In der gleichen Studie wird zudem die Strompreisentwicklung prognostiziert. Demnach sorgt ein konsequenter Ausbau der erneuerbaren Energien für eine weitere Absenkung des zukünftigen Strompreises. Für Atomstrom gibt es keine berechneten Werte, da von einer Abschaltung der AKWs im Jahr 2022 ausgegangen wurde.


Schon gewusst?

Das Land Baden-Württemberg gibt im eigenen Klimaschutzgesetz vor, dass in allen zwölf Regionalverbänden mindestens zwei Prozent der Regionsfläche für die Nutzung von Windkraftanlagen und Photovoltaik auf Freiflächen eingeplant werden muss. Der starke Fokus auf Wind und Sonnenenergie macht besonders Sinn, da sie sich in der Stromerzeugung zeitlich hervorragend ergänzen. Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) erzeugen Strom vor allem tagsüber wenn die Sonne scheint. Windkraftanlagen erzeugen Strom bei entsprechender Windverfügbarkeit. Damit übernehmen PV-Anlagen vor allem im Frühling und im Sommer die Stromproduktion, während Windkraftanlagen im Herbst und im Winter vorrangig den Strom erzeugen, da es zu diesen Jahreszeiten windiger ist.


Solarenergie

Unsere Sonne ist ein gigantischer Fusionsreaktor und die größte Energiequelle, die uns zur Verfügung steht. Wussten Sie: Die jährliche Energiemenge, die die Sonne abstrahlt entspricht mehr als dem 10.000-fachen des Weltenergiebedarfs. Natürlich ist das nur ein theoretischer Wert, da nur ein winziger Bruchteil der gesamten Strahlungsenergie bis zur Erde gelangt. Die Physik ist in der Lage, diese verbleibende Energie zu berechnen – die sogenannte Solarkonstante. Sie beschreibt die gemittelte Strahlungsleistung pro Quadratmeter bei senkrechtem Strahleneinfall auf die Erdatmosphäre und beträgt 1,361 kW/m2. Durch die Atmosphäre und Wolken wird dieser Wert weiter abgeschwächt, was dennoch ausreichend ist, um unseren Energiebedarf zu decken. Dazu nachfolgend eine kleine Grafik zu Veranschaulichung. Hier wird der notwendige Flächenverbrauch gezeigt, um den Strombedarf der Welt zu decken. Es wird also nur eine relativ kleine Fläche in der Sahara mit entsprechender Einstrahlungsleistung in diesem Gebiet benötigt, um genügend Strom für die gesamte Welt zu produzieren.

Diese Veranschaulichung ist nicht ganz ernst zu nehmen, da mit einer solchen zentralen Versorgungslösung massive Probleme und Herausforderungen entstehen würden.

Es soll lediglich zeigen, wie vergleichsweise wenig Platz (global) notwendig ist, um den gesamten Strombedarf und letztlich auch den gesamten Energiebedarf der Welt über Solarenergie zu decken.

Der Vorteil von Solarenergie ist es, dass diese in gigantischen Solarkraftwerken, aber auch auf gewöhnlichen Gebäuden genutzt werden kann. Welche Möglichkeiten gibt es also konkret für Sie, Solarenergie nutzbar zu machen? Zum einen besteht die Möglichkeit, mittels Photovoltaik-Modulen grünen Strom herzustellen. Darüber hinaus lässt sich mit einer Solarthermie-Anlage erneuerbare Wärme erzeugen, die zur Erwärmung des Trinkwassers oder zum Heizen der Wohnung genutzt werden kann. In beiden Fällen leisten Sie einen wichtigen Beitrag für die Umwelt. Nicht nur das, durch eine Solaranlage werden Ihre Energiekosten erheblich gesenkt, da zukünftig eine anhaltende Preisexplosion für fossile Energieträger droht. Außerdem machen Sie sich unabhängiger von möglichen Energielieferengpässen.

In Leonberg hat die Solarenergie das größte Potenzial, da einerseits die Strahlungsintensität ausreichend hoch ist und andererseits die meisten Dachflächen für eine Photovoltaik- und Solarthermie-Anlage noch nicht erschlossen wurden. Sind Ihre Dachflächen für eine entsprechende Anlage geeignet? Eine erste Überprüfung des Solarpotenzials können Sie mit dem Energieatlas des Landes Baden-Württemberg durchführen.

Hier geht's lang: Dachflächen - Energieatlas
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Geothermie / Wärmepumpe




Windenergie