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22.09.2022

OB Cohn und Landrat Bernhard im Schulterschluss für "Christoph 41"

Die neue verkürzte Hilfsfrist im Rettungsdienstplan veranlasste Oberbürgermeister Martin Georg Cohn und Landrat Roland Bernhard dazu, sich in einem gemeinsamen Schreiben an den Innenminister Thomas Strobl zu wenden. Darin betonen sie, wie wichtig der Standort Leonberg für den Rettungshubschrauber "Christoph 41" in der Rettungsdienstkette ist und dass die Pläne zur Verlegung erneut geprüft werden müssen. 

Ein Rettungshubschrauber im Anflug an eine Stadtion der DRF Luftrettung.

Ein Rettungshubschrauber im Anflug an eine Stadtion der DRF Luftrettung.  | © DRF Luftrettung

 

Gemeinsam für den Standort des Rettungshubschraubers

Oberbürgermeister Martin Cohn hat sich gemeinsam mit dem Landrat Roland Bernhard mit einem Schreiben an Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl gewandt. Darin betonen sie nachdrücklich die Relevanz des Standorts Leonberg für die Notfallrettung. Anlass für das aktuelle Schreiben ist der aktualisierte Rettungsdienstplans durch die Landesregierung selbst. Der Plan in der Fassung von 2014 wurde überarbeitet und vor wenigen Wochen neu veröffentlicht. Darin findet sich eine entscheidende Neuerung, nämlich die Änderung der vorgeschriebenen Hilfsfrist. Bisher mussten sowohl Rettungswagen, als auch Notarzt in 95 Prozent aller Einsätze innerhalb von 15 Minuten nach Notrufaufnahme am Notfallort sein. In der neuen Fassung ist nun festgelegt, dass die sogenannte Hilfsfrist nur für das erste eintreffende Rettungsmittel gilt. Außerdem wurde die Frist auf zwölf Minuten herabgesetzt.

OB Cohn und Landrat Bernhard sind sich einig: Diese Änderung ist so entscheidend, dass sie berücksichtig und damit die Pläne zur Verlegung von "Christoph 41" erneut auf den Prüfstand gestellt werden müssen. 

Hintergrund

Das Strukturgutachten Luftrettung wurde 2018 beauftragt, um für eine bessere Gebietsabdeckung die Rettungstransporthubschrauber-Standorte neu zu ordnen. Es enthält den Vorschlag, "Christoph 41" in den Bereich von Tübingen zu verlegen, um bisher mangelhaft abgedeckte Gebiete auf der Schwäbischen Alb besser versorgen zu können. Dies hat vielfach Widerstand hervorgerufen. Zuletzt scheiterte im Frühsommer eine Online-Petition. Auch medizinische Fachleute, wie etwa das Traumanetzwerk Region Stuttgart, hatten sich in die Diskussion eingebracht und dem Ministerium ergänzende Informationen zur Verfügung gestellt, und um Berücksichtigung gebeten. Bisher fielen alle Antworten aber abschlägig aus.