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10.06.2021

Gemeinsam auf Abstand: Die Fußball-EM mit Sicherheit genießen 

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadtverwaltung Leonberg und des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. 

Sicher: Fußball genießen

Hoffen, Bangen, Freuen – gemeinsam und doch mit Abstand. So könnte das Motto für die diesjährige Fußball Europameisterschaft heißen, die von Freitag, 11. Juni bis Sonntag, 11. Juli, in verschiedenen europäischen Ländern ausgetragen wird.

Sport verbindet auch jetzt

Viele Fußballfans fiebern diesem Anpfiff entgegen. Denn Sport verbindet. Die Gesellschaft rückt zusammen – eigentlich.

Dieses Jahr wird vieles anders sein. Und deshalb bereiten sich nicht nur die Nationalmannschaft und deren Fans, sondern auch die Polizei und Kommunen ganz besonders auf das Turnier und die Fan-Reaktionen vor.

Privat statt Public-Viewing

Die Pandemielage lässt derzeit zwar keine größeren Public-Viewings zu. Mit der stabil niedrigen Inzidenz im Kreis Böblingen sind aber wieder Treffen im privaten oder öffentlichen Raum mit bis zu zehn Personen aus bis zu drei Haushalten möglich. Weitere Öffnungsschritte könnten folgen.

Aus Freude darf keine Gefahr werden

Die Erfahrungen aus zurückliegenden, vergleichbaren Veranstaltungen zeigt, dass sich Fans nach Spielende immer wieder zu Autokorsos durch Leonberg treffen, die dann häufig auf dem Neuköllner Platz enden. Dort mündet die Freude in ein gefährliches Abbrennen von Feuerwerkskörpern in einer größeren Menschenmenge.

Spielregeln der Polizei einhalten

"Wir wollen angesichts der für alle erfreulichen Lockerungen der Corona-Maßnahmen kein Spielverderber bei der Fußball-EM sein," sagt der kommissarische Leiter des Polizeireviers Leonberg, Erster Polizeihauptkommissar Thilo Marien.

"Wir wollen aber eindringlich darum bitten, dass sich auch die Fußballfans an die Spielregeln halten, die Abstands- und Hygieneregeln beachten und den Anweisungen unserer Einsatzkräfte, die der Sicherheit aller dienen, folgen."

Das gelte sowohl für das gemeinsame Verfolgen der Spiele als auch für mögliche Jubelfeiern in Form von Autokorsos, auf die sich Stadt und Polizei mit verkehrslenkenden Maßnahmen vorbereiten.

Vorgehen mit Augenmaß

"Wir werden dabei immer mit dem notwendigen Augenmaß vorgehen", ergänzt Marien, lässt aber auch keinen Zweifel daran, "dass wir gravierende Ordnungswidrigkeiten oder gar strafbare Handlungen konsequent verfolgen. Es hat für uns nichts mehr mit Freude zu tun, wenn andere dadurch belästigt oder gar gefährdet werden."


So viele Freiheiten wie möglich, doch einheitliche Regeln wo nötig

So sieht es Oberbürgermeister Martin Georg Cohn und schließt sich der Polizei quasi als Kooperationspartner an:

"Auch die Stadtverwaltung wünscht allen Leonbergerinnen und Leonbergern eine ausgelassene und hoffentlich erfolgreiche Europameisterschaft – im sportlichen und gesundheitlichen Sinn." Gerade in Zeiten der Pandemie, die Teile der Gesellschaft spaltet, könne ein solches Turnier die Menschen wieder zusammenführen.

"Diese Chance sollten wir nutzen. Dabei dürfen wir die wichtigen Corona-Regeln aber nicht vergessen", sagt Cohn.

Kein Platz für Risiko

Mittlerweile sei wissenschaftlich belegt, dass die Ansteckung im Freien wesentlich geringer ist, als in Innenräumen. Zudem hätten die Leonberger Wirte hervorragende Hygienekonzepte ausgearbeitet. "Dennoch dürfen wir nicht leichtsinnig werden", sagt OB Cohn.

Schöner Sommer lockt

Sollten sich die Bürgerinnen und Bürger an die Regeln während der Europameisterschaft halten, hat Deutschland nicht nur gute Karten den Pokal nach Hause zu holen. Dann ist die Grundlage geschaffen wieder einen etwas normaleren Sommer in Leonberg zu erleben.