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04.08.2017

Oberbürgermeister Schuler besucht Stadtranderholung der Lebenshilfe

„Aramsamsam Aramsamsam .....“ sangen alle Kinder und Helfer der Stadtranderholung für Menschen mit Behinderung fröhlich.

Weil dieses Lied bei den Kindern als „Bürgermeisterlied“ gilt, durfte Oberbürgermeister Bernhard Schuler auf einem Stuhl in der Mitte sitzen.
Er besuchte am 1. August die Kinder der Behinderten-Stadtranderholung der Lebenshilfe e.V. im Ökumenischen Zentrum Ezach. Und weil es nach 24 Jahren sein letzter Besuch bei der Stadtranderholung war, durfte er sich auch ein Lied wünschen.
Einige Kinder forderten ihn auch noch zu einer Partie Tischfußball heraus, bevor sie in verschiedenen Gruppen zu den geplanten Tagesausflügen aufbrachen. Die Kinder hatten erkennbar Spaß am bunten Programm der Lebenshilfe.

 

Behinderten-Stadtranderholung der Lebenshilfe e.V.

Die Lebenshilfe e.V. bietet immer während der ersten beiden Wochen der Sommerferien ein ganztätiges Ferienprogramm für Kinder mit Behinderungen an. In diesem Jahr verbringen 31 Kinder mit geistiger und oder körperlicher Behinderung zusammen mit 22 ehrenamtlichen Mitarbeitern einen Teil ihrer Ferien gemeinsam bei der Lebenshilfe. Das Betreuerteam setzt sich aus vielen erfahrenen Helfern sowie auch „Neulingen“, sprich Schülern und Studenten die sich erstmals dieser Aufgabe stellen, zusammen.

Das spezielle Ferien-Angebot ist wichtig, da Kindern mit Behinderung aufgrund der intensiveren Betreuungsnotwendigkeit bei anderen Ferienfreizeiten der Zugang oft nicht möglich ist. Zudem ist es ein wichtiger Schritt, um die Lebenshilfe kennen zu lernen und erste Aktivitäten ohne die Eltern und die Geschwisterkinder zu erleben. Es ist aber auch für berufstätige oder alleinerziehende Eltern ein wichtiges und verlässliches Betreuungsangebot.

Erneut finden nicht mehrere Freizeiten parallel in Abhängigkeit des Ausmaßes der Behinderung statt, sondern eine Freizeit für alle Kinder mit Behinderung, unabhängig der Art der Behinderung. Damit ist ein höheres Maß an Teilhabe für alle Kinder gegeben und es bietet Erleichterung für die vielen ehrenamtlichen Helfer. Die Kinder können sich gegenseitig in der Gruppe ergänzen und eine größere Kindergruppe ist automatisch vielfältiger und bunter.

Das ökumenische Zentrum im Ezach bietet für die Freizeit gute Rahmenbediungungen, es ist ebenerdig und barrierefrei, bietet ausreichend Platz, hat einen direkten Zugang zum Garten und hat einen Spielplatz in der unmittelbaren Nachbarschaft. Zusätzlicher Bedarf wie beispielsweise Pflegebetten konnten im Vorfeld organisiert werden.

 

Mit sehr viel Spaß genießen die Kinder ihre gemeinsame Zeit

Auf dem Programm stehen Kreativangebote, Singen, Essen und Trinken, Spielplatzbesuche und Ausflüge. Morgens wird mit einem Singkreis begonnen, danach starten verschiedene Aktivitäten in die nähere Umgebung, je nach Interesse und individuellem Bedarf der Teilnehmenden. Dabei kann es ins LeoBad gehen, ins Blühende Barock nach Ludwigsburg oder nach Tübingen. An Höhepunkten für die Kinder fehlt es nicht. Individualität wird groß geschrieben in der Stadtranderholung, aber auch im sonstigen Lebenshilfeprogramm. Um 16:30 Uhr fährt der Fahrdienst die Kinder wieder nach Hause.
Die Leitung vor Ort hat erneut Laura Putze.

Viele Kinder nehmen regelmäßig seit Jahren begeistert an dieser Freizeit teil, doch auch Neulinge sind herzlich willkommen. Die Teilnehmer, alle noch Schüler, kommen aus Leonberg und dem früheren Altkreis Leonberg.
„Für die 8 Leonberger Kinder übernimmt die Stadt Leonberg einen Kostenanteil von je 125 €. Geld, das sehr gut angelegt ist. Das große Engagement der Lebenshilfe multipliziert diesen Betrag um ein Vielfaches. Mein Dank gilt den vielen Helferinnen und Helfern", so Oberbürgermeister Bernhard Schuler, der die Stadtranderholung der Lebenshilfe seit vielen Jahren besucht. Nur wenn Ehrenamtliche sich als Betreuer für die Stadtranderholung melden, können die Kinder für die Freizeit angenommen werden.

 

Weitere Freizeiten der Lebenshilfe e.V.

Neben der Stadtranderholung finden noch weitere Freizeiten im Sommer statt : Eine Kinder- und Jugendfreizeit auf dem Bauernhof, eine Erwachsenenfreizeit in Schweden und eine Familienfreizeit am Bodensee.

Mit diesen verschiedenen Angeboten deckt die Lebenshilfe insgesamt sechs Wochen an Betreuungszeit für Familien mit einem behinderten Kind ab und bildet damit eine verlässliche Stütze zur Bewältigung der besonderen Familiensituation.

 

Lebenshilfe e.V.

Seit 1966 besteht die Lebenshilfe als eingetragener Verein. Derzeit zählt der Verein mit dem Vorsitzenden Jürgen Rein 380 Mitglieder. Die Stadt Leonberg stellt dem Verein jährlich eine Grundförderung in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung. Seit 37 Jahren bietet die Lebenshilfe eine Ferienerholung in den Sommerferien für den Altkreis Leonberg an.