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06.04.2017

Thematische Stadtführung auf den Spuren des KZ Leonberg

Führung mit der KZ-Gedenkstätteninitiative

 

Bei der Führung am Sonntag, 9. April, berichtet ein Mitglied der KZ-Gedenkstätteninitiative entlang verschiedener Stationen des KZ-Gedenkpfades von den Lebens- und Arbeitsbedingungen der KZ-Häftlinge. Im zweiten Teil der Führung wird die Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnel vorgestellt.

Treffpunkt ist um 11.15 Uhr am Haupteingang Alter Friedhof (neben Seestraße 11).
Die Teilnahmegebühr beträgt 3,50 Euro, Jugendliche bis 16 Jahre sind frei.

 

In Leonberg gab es vom Frühjahr 1944 bis zum April 1945 ein von der SS geführtes Konzentrationslager

Es war ein Außenlager des KZ Natzweiler (Elsass) und Häftlinge aus mehr als 23 europäischen Ländern arbeiteten für die Firma Messerschmitt – zwölf Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Die Firma hatte die Produktion der Tragflächen für den Düsenjäger ME 262 in den bombensicheren Autobahntunnel verlagert. Das Lager selbst befand sich am Ende der Seestraße.

Die meisten der Gefangenen kamen zunächst aus dem KZ Natzweiler sowie aus dem KZ Dachau und seinen Außenlagern, die um die Messerschmitt-Fertigung rund um Augsburg eingerichtet waren. Ende 1944 / Anfang 1945 wurden kurz vor der Befreiung der KZ-Häftlinge aus den großen KZ in Osteuropa durch die Sowjet-Armee auch Männer aus Auschwitz nach Leonberg verschleppt.

Viele Häftlinge hatten bei Ankunft in Leonberg bereits eine Odyssee durch eine Vielzahl von Konzentrationslagern hinter sich. An sie erinnert seit dem 8. Mai 2005 eine Gedenkwand mit fast 3000 Häftlingsnamen vor dem alten Engelbergtunnel.

 

Veranstalter: Stadtmarketing und Stadtarchiv