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16.08.2017

Oberlin-Haus wird generalsaniert

Derzeit läuft der erste Bauabschnitt der Generalsanierung Oberlin-Haus Leonberg. Die Kindertageseinrichtung hat aktuell Raummodule, von den Kindern "kleiner Kindergarten" genannt, als vorübergehendes Quartier für zwei Gruppen zur Verfügung. Für weitere drei Gruppen stehen die Räume des zweiten Kita-Bauabschnitts zur Verfügung.
Außerdem können die Kinder den südliche Gartenbereich sowie die Restfläche an der Nordseite zwischen dem Interimsbau und dem Bestandsgebäude auch während der Bauphase als Spielbereich nutzen. In den Räumen des ersten Bauabschnitts im östlichen Gebäudeteil haben die Handwerker das Sagen. Elektriker und Fensterbauer sind auf der Baustelle aktiv. Im November wird voraussichtlich der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein. Der zweite schließt sich an und wird bis voraussichtlich bis Mai 2018 andauern.

Das Gebäude, in welchem die Kindertageseinrichtung Oberlin-Haus untergebracht ist, stammt aus dem Jahre 1968 und ist somit in Teilen fast 50 Jahre alt. Aufgrund der Vielzahl baulicher Mängel hat sich der Gemeinderat im April 2016 für die Generalsanierung der Kita entschieden. Die Stadt Leonberg investiert für die „Rundumerneuerung“ rund 2,3 Mio. Euro.

 

Die Vorgeschichte

Aufgrund der baujahresbedingten Mängel an der Gebäudesubstanz und der Haustechnik genügt das Gebäude nicht mehr den Anforderungen einer Ganztageseinrichtung für ca. 100 Kinder. Es bedarf nun größerer Investitionen in das Gebäude, um einen zeitgemäßen Betrieb dieser Kindertageseinrichtung sicherstellen zu können. Die bisher vorhandene Elektro-Nachtspeicherheizung befindet sich beispielsweise in einem so schlechten Zustand, dass eine temperaturabhängige Regelung nicht mehr möglich ist (nur noch EIN / AUS möglich), Ersatzteile stehen nicht mehr zur Verfügung und einzelne Öfen fielen schon komplett aus. In einzelnen Räumen, in denen die Nachtspeicheröfen nicht mehr funktionieren, wurden Elektroradiatoren aufgestellt, welche ein erhöhtes Brandrisiko darstellen können.

Auch Dachflächen und Fassaden wiesen dringenden Sanierungsbedarf auf. Bei Starkregen und hohem Schneeaufkommen ist es durch eindringendes Wasser bereits mehrfach zu Wasserschäden gekommen. Des Weiteren führten schlecht isolierte Fenster und Mängel an der Lüftung zu Feuchtigkeitsproblemen im Küchenbereich, welche nur durch regelmäßige und kostenintensive Reinigungsarbeiten durch eine Fremdfirma in den Griff zu bekommen waren.

Das Büro Nixdorf Consult wurde mit einer Gebäudebestandsanalyse beauftragt, um zu untersuchen ob das Gebäude aus baukonstruktiver sowie wirtschaftlicher Sicht weitergenutzt bzw. generalsaniert werden könnte.

Es wurde deutlich, dass die beiden eingeschossigen, in Massivbauweise errichteten Gebäudeteile, an der tragenden Struktur des Gebäudes augenscheinlich keine Mängel aufweisen. Aber die Außenwände des Gebäudes waren ungedämmt. Die Fenster wiesen erhebliche Undichtigkeiten sowie ungenügende Dämmwerte auf. Das Dach hatte erhebliche Mängel und entsprach bei weitem nicht den heutigen energetischen Anforderungen.

Die Generalsanierung wurde als machbar und preisgünstiger eingeschätzt als ein Neubau. So hat sich der Gemeinderat im April 2016 für die Generalsanierung der Kindertageseinrichtung entschieden.

 

Die Sanierung bietet Vorteile

Vorteile der Sanierung werden in der großzügigen bestehenden Anlage, Eingeschossigkeit, leichten Zugänglichkeit der Gartenflächen, Transparenz durch große Fensterflächen, große Raumvolumina der Gruppenräume durch Pultdächer, variable Nutzbarkeit der breiten Flurflächen etc. gesehen.

 

Die Baumaßnahme

Die Sanierungsmaßnahme erfolgt in 2 Bauabschnitten, beginnend von der Ostseite. Über die gesamte Dauer der baulichen Maßnahmen von ca. 12 Monaten werden Raummodule als Interimsquartier für zwei Gruppen angemietet. Dieser Interimsbau mit jeweils zwei Gruppen- und Kleingruppenräumen, einem WC-Bereich und dem Leitungsbüro soll im nördlichen Gartenbereich platziert werden. Hier sollen die zwei Gruppen des Regelkindergartens über die gesamte Dauer der Sanierungsmaßnahme untergebracht werden

 

Das Oberlin-Haus

Ursprünglich wurde das Haus im Jahr 1968 mit drei Kindergartengruppen in Betrieb genommen. Es folgte im Jahr 1977 ein Anbau mit zwei weiteren Gruppen. Zur damaligen Zeit wurden alle Gruppen als Regelkindergarten betrieben.

Nach Abschluss der Sanierung können im Oberlin-Haus, das in evangelischer Trägerschaft betrieben wird, Kinder in 5 Gruppen ab dem 1. Lebensjahr bis zum Schuleintritt betreut werden. Es bietet Platz für 16 Kleinkinder bis zum 3. Geburtstag und für 78 Kinder ab dem 3. Geburtstag.