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27.06.2018

Grundsteinlegung für das Strahlentherapiezentrum 

Direkt neben dem Krankenhaus Leonberg investiert die Gesellschaft für Interdisziplinäre Strahlentherapie (ISP) 7 Millionen Euro in den Neubau und medizinische Gerätschaften 

Meilenstein für den Medizinstandort Leonberg

Vergangene Woche fand die offizielle Grund­steinlegung für das Strahlentherapiezentrum beim Krankenhaus Leonberg statt. In die Zeit­kapsel, die eingebaut wurde, kamen die Leon­berger Kreiszeitung des Tages, der Bauplan des Therapiezentrums und eine Urkunde über den offiziellen Baustart, vom In­vestor, dem Landrat und dem Oberbürgermeis­ter unterzeichnet.

Ganz im Sinne von Johann Wolfgang von Goe­the, wonach drei Dinge an einem Gebäude zu beachten seien: dass es am rechten Fleck ste­he, dass es wohl gegründet, dass es vollkom­men sei, griffen Investor Joseph Hoen, Ober­bürgermeister Martin G. Kaufmann und Landrat Roland Bernhard zum Hammer.

Oberbürgermeister Kaufmann sieht darin auch einen Meilenstein für den Medizinstandort Leonberg. "Wir brauchen einen starken Medi­zin­standort der wettbewerbsfähig ist auch im knallhalten Wettbewerb mit den Stuttgarter Krankenhäusern. Leonberg hat auch gemein­sam mit den Krankenhäusern im Landkreis Calw einen Onkologischen Schwerpunkt (OSP) verdient. Dieser Vorschlag soll beleuchtet wer­den." Oberbürgermeister Martin G. Kaufmann stellte die hervorragenden Spezialisten für die onkologischen Therapien am Leonberger Kran­kenhaus wie Dr. Wolfgang Steurer und die Chef­ärztin der Inneren Medizin, Dr. Barbara John, he­raus und verwies auf die gute ambulante Ver­sorgung in Leonberg, die nahe beim Bürger sei.

 

Strahlentherapiezentrum Leon­berg wird eine hochmoderne Anlaufstelle für Patienten

Allein der Altkreis Leonberg sei ein Einzugsbe­reich mit rund 200.000 Menschen. Für diese müsse die medizinische Gesamtversorgung funktionieren. Kritisch sieht daher der Oberbür­germeister die geplante Reduzierung der Bet­tenzahl beim Leonberger Krankenhaus.

Die fachliche Ausrichtung des Leonberger Krankenhauses mit einem Darm-­Zentrum und einem Brust-Zentrum war für Josef Hoens In­vestitionsüberlegungen ausschlaggebend. Der Investor, die Gesellschaft für Interdisziplinäre Strahlentherapie (ISP), nimmt für den Neubau inklusive medizinischer Gerätschaften sieben Millionen Euro in die Hand. Josef Hoen zeigte sich überzeugt davon, dass - wenn private Inves­toren sich an den richtigen Stellen mit der öf­fentlichen Hand zusammentun - der Erfolg gesi­chert sei. Die Patienten aus dem Altkreis wer­den künftig im Strahlentherapiezentrum Leon­berg eine hochmoderne Anlaufstelle finden, die es in dieser Form landesweit nur noch in Stutt­gart und Heidelberg gebe.

Der Investor werde aber nicht auch der Betreiber sein, das könne entweder ein Krankenhaus oder eine Praxis.

Landrat Roland Bernhard betonte, er habe ger­ne ein Grundstück des Landkreises in der Nähe des Krankenhauses zur Verfügung gestellt. Denn ein guter Krankenhausstandort wie Leon­berg brauche eine Zukunftsperspektive. Der Landrat verwies in diesem Zusammenhang auf das 2014 im Kreistag beschlossene Medizin­konzept und betonte es gebe keinen anderen Kreis in Baden­-Württemberg, der pro Kopf so viel für die Gesundheitsversorgung ausgibt wie der Kreis Böblingen. Seine Idee sei es, dass staatliche, teilstaatliche und ambulante Ver­sorgungen eng verzahnt zusammen arbeiten.