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20.12.2017

Grundlagen für die geplante Sanierung des Leobads

ARGE Leobad informiert Nutzervertreter und Gemeinderäte erstmals über die Grundlagen für die geplante Sanierung des Leobads

Bürgermeister Klaus Brenner: „Ich bin froh, dass bei diesem Vorschlag die Charakteris­tik unseres Leobads und die dortigen Attrak­tionen erhalten bleiben, das war und ist wichtig.“

Infoabend zur Zukunft des Leobads

Am Donnerstag, 14. Dezember, stand bei einem Infoabend die Zukunft des Leobads im Mittel­punkt. Der Gemeinderat hatte auf Grund des engen Terminrahmens zur Umsetzung der Sa­nierung des Leobads entschieden, eine Arbeits­gruppe anzustoßen, der nebst je einem Vertre­ter jeder im Gemeinderat vertretenen Fraktio­nen und Gruppierungen, je ein Vertreter des Fördervereins zum Erhalt des Leobads, des Vereins Wasserfreunde, des Vereins DLRG, des Jugendforums, der Urheberarchitekten Hof­mann und Kühn, und die in der Stadtverwaltungmit dem Leobad betrauten Dezernenten und Mitarbeiter angehören.

So wurde diese Arbeits­gruppe zunächst informiert und um Stellungs­nahmen gebeten. Die Architektengemeinschaft hat den aktuellen technischen Zustand des Leobads untersucht und daraus Maßnahmen für die Sanierung ab­geleitet. In einem ersten Konzeptvorschlag empfehlen die Architekten, die gesamten Wasserflächen im Grundsatz beizubehalten, allerdings mit Redu­zierungen in geringem und vernünftigem Ausmaß. Dies sind die technische Umsetzung der Sa­nierung mit Blick auf den finanziellen Rahmen. Außerdem werden Maßnahmen empfohlen, die das Bad auf den technisch aktuellen Standbringen und aktuelle DIN-Normen wie Sicher­heitsvorschriften berücksichtigen. „Die Charak­teristik des Leobads und die von den Besu­chern geschätzten Attraktionen bleiben erhal­ten“, das betont Bürgermeister Klaus Brenner.

Die vorgeschlagenen Eckpunkte


Technisch sind ausschließlich Edelstahlbe­cken zu realisieren. Edelstahlbecken brau­chen mehr gerade Formen, um die Herstel­lungskosten zu reduzieren. Edelstahlbecken senken künftig die Betriebskosten, vor allem die Auswinterungsarbeiten betreffend.

Spaßbecken
  • Die Wassertiefe bleibt wie gehabt „Strandbereich“, das heißt die Eingangssituation ins Spaßbecken bleibt, wenn auch geringfü­gig verkürzt.
  • Strömungskanal bleibt erhalten
  • 25­-Meter­-Becken bleibt erhalten
  • Bodensprudler, Nackenduschen und Spru­delliegen bleiben erhalten

Warmwasserbecken
  • Im Außenbereich bleibt das Warmwasserbe­cken erhalten.

Schwimmerbecken
  • Es bleibt als wettkampftaugliches 50­-Meter­-Becken in Länge und Breite erhalten.

Springerbecken
  • Es soll jeweils ein Sprungbrett 5 Meter, 3 Me­ter und 1 Meter geben.
  • Das ist den aktuellen DIN-Normen geschuldet.

Kleinkinderbecken
  • Das Kleinkinderschwimmbecken mit Rut­sche bleibt erhalten, wie gehabt in Keramik.
  • Ein Wasserspielplatz ersetzt das 10 cm­ tiefe Kleinbecken, derzeit geplant an der Stelle, wo sich aktuell das Kneipp­-Becken befindet.

Rutschen
  • Die 76-Meter-Rutsche bleibt erhalten.
  • Das Landebecken wird nicht mehr als Aufenthaltsbecken aus­gestaltet, was den aktuellen Sicherheitsvor­schriften geschuldet ist. Stattdessen erhält jede der beiden bisherigen Rutschen einen eigenen, kleineren Landebereich.

Badeplatte
  • Die sogenannte Badeplatte - die Wege zwischen den Wasserflächen - muss einen neuen Belag erhalten. Der Anfang der 90iger Jahre verwendete Ascodur­-Belag hat sich auf dem Markt nicht bewährt und wird heute nicht mehr hergestellt. Der neue Belag muss unter anderem den Hygieneanforderungen eines Bads und der Rutschfestigkeit entsprechen. Darum wird ein Kunststeinbelag empfohlen.
 

 

Alle Becken sollen erhalten bleiben

Für die Realisierung dieses Vorschlags werden Kosten von 12 Mio. Euro erwartet. Die Vertreter der Schwimmvereine können mit dem Vorschlag mitgehen, ebenso auch der För­derverein Leobad. Deren Vorsitzende Margare­te Helmes betonte, wie zufrieden sie mit dem Vorschlag sei, und gab ein Plädoyer für die Wär­mehalle ab. Auf die Wasserfläche in der Wärme­halle könne verzichtet werden. Für den Förderverein sei der Erhalt des Dampfbads so wichtig, dass sich der Verein dafür finanziell einsetzen wolle. Auch der Urheberarchitekt Kühn sagt, er sehe die Notwenigkeit für die technischen Neuerun­gen wie vorgetragen, vor allem sei heute eine Edelstahlwanne Stand der Technik. Er sei froh, dass alle Becken erhalten bleiben sollen. Seien diese es doch, die dem Leobad seine Attraktivi­tät verleihen. Die Anregungen der Arbeitsgruppe die sich ins­besondere auf einen seniorengerechten Ein­stieg ins Schwimmerbecken und auf die geeig­netste Lage des künftigen Wasserspielplatzes bezogen, nimmt die Architektengruppe auf und bereitet eine Sitzungsvorlage für den Gemein­derat vor, die voraussichtlich im Februar 2018 beraten wird. Der Zeitplan ist ehrgeizig, ganz im Sinne der Badnutzer. Sofort nach der Badesai­son 2018 sollen die Sanierungsmaßnahmen be­ginnen und im Jahr 2019 andauern. Man wolle auf jeden Fall zur Saison 2020 im Mai das Leo­bad wieder eröffnen.

Info: Die ARGE Leobad ist ein Zusammenschluss von Völlger Architekten, Feil Freier Architekt und L&P Beratende Ingenieure GmbH. Sie wird unterstützt von der Ingenieurgesellschaft für Tragswerkplanung mbH fischer und friedrich.